Ein perfekter Kreislauf

Stubbemann Bioenergie

Biogas mit Mist statt Mais - die Biogasanlage auf dem Hof Stubbemann in Schohasbergen ist etwas Besonderes. Schnell stand bei der Investition fest, dass das Wachstum des Betriebes nicht zu Lasten der Umwelt und der Lebensqualität in der Umgebung gehen sollte: „Wir wollten wachsen, aber dabei weniger Lärm und Geruch verursachen“, erklärt Jörg Stubbemann. Außerdem sollte mit der Erweiterung einhergehen, dass jedes Familienmitglied sich entsprechend seiner Stärken einbringen kann. So stieg auch sein jüngerer Bruder Marc mit ins Familienunternehmen ein, der bis dahin als Produktionsleiter bei einem großen Baumaschinenhersteller tätig war.

Zusammen wurden Pläne für eine Erweiterung der Stallkapazitäten und eine Biogasanlage geschmiedet. Diese sollte neben Futterresten nur das vergären, was die 150 Milchkühe und 200 Jungtiere rund um die Uhr kostenlos produzieren: Gülle und Mist. Die Gülle kommt zu 100 Prozent vom eigenen Hof. Sie fließt über eine unterirdische Zuleitung direkt und geruchlos in die Gärbehälter. Der Mist wird zum Teil von umliegenden Höfen zugeliefert und in einer neu errichteten Halle neben der Anlage zwischengelagert. Der Clou: Der Gas-Otto-Motor, der zur Stromgewinnung den Generator antreibt, zieht seine Verbrennungsluft aus dieser Halle. Durch den entstehenden leichten Unterdruck dringen keine Gerüche nach draußen.

„Für unsere Anlage wird kein Hektar Mais zusätzlich angebaut. Wir wollten keinen Flächenfresser“, betont Marc Stubbemann. Die Gärrückstände aus der Biogasanlage kommen später als Dünger wieder aufs Feld. Sie sind weit weniger aggressiv als Rohgülle, die Stickstoffverfügbarkeit ist höher und der Geruch weniger intensiv. Die Anlage erzeugt jährlich 2,5 Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem Strombedarf von über 400 Haushalten. Zudem fallen 1,6 Millionen Kilowattstunden Wärme an, mit denen mehrere Gebäude und Betriebe in der Nachbarschaft versorgt werden könnten. Schon jetzt ist die Biogasanlage in Schohasbergen ein Modellprojekt in der Region geworden, das viele Besucher anzieht. Der Erfolg der Investition rührt nicht zuletzt aus dem intensiven Austausch im Vorfeld mit allen Beteiligten. „Mit Hilfe der Experten der Volksbank hatten wir am Ende drei Wirtschaftlichkeitsberechnungen auf dem Tisch. Das hat uns viel Sicherheit gegeben“, so Jörg Stubbemann.

zuletzt aktualisiert: 11.11.2014

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